MORINONAKA
Unter der vollen Blüte des Kirschbaumwaldes
Kooperation mit dem Kunstverein Freiburg e.V
 
Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg 2017

 

 

Lässt die Schönheit des blühenden Kirschbaumes Menschen den Verstand verlieren? Hiermit beschäftigt sich das japanische literarische Werk: „Unter der vollen Blüte des Kirschbaumwaldes“ von Ango Sakaguchi, das den Hintergrund der

Tanz-Installations-Performance darstellt.

Dieser Geschichte entlehnt die japanische Choreografin Emi Miyoshi die "unaushaltbare Stille”, die sie nach der Zerstörung durch den Tsunami von 2011 in der hinterlassenen Landschaft Ostjapans entdeckte. Auch jetzt werden wiederkehrend weltweit viele Menschen und wertvolle Landschaften durch Katastrophen und Kriege zerstört. Der "Stille" nach der Zerstörung möchte Choreografin Emi Miyoshi das Leben entgegenstellen. In paradoxer Weise ist sie jedoch fasziniert von dieser Stille, in der wir länderübergreifend, kulturübergreifend und zeitübergreifend unser Menschsein wiederfinden. „MORINONAKA“ ist ein experimentelles Stück, das sich von zwei Seiten -dem Tanz und der Installation- an das Motiv "unaushaltbare Stille" annähert.

 

 

Konzept, Inszenierung und Choreografie : Emi Miyoshi

Kunstinstallation und Performance : Jürgen Oschwald

Tanz: Unita Gay Galiluyo, Yannick Badier, Emi Miyoshi

Technische Unterstützung:  Marc Doradzillo, Martin Puchberger

Foto und Video: Marc Doradzillo

 

 

Mit besonderem Dank an die Förderer dieses Projektes:  Kulturamt der Stadt Freiburg, Landesverband Freier Theater Baden- Württemberg e.V, LBBW, Sparkasse Freiburg, Kunstverein Freiburg e. V.

 

Emi Miyoshi, SHIBUI Kollektiv, MORINONAKA-im Wald, Dance/Installation/Performance, Collaboration with Juegen Oschwald
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photo©Marc Doradzillo

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photo©Marc Doradzillo

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In ihrer Installation beschäftigt sich Emi Miyoshi mit der „unaushaltbaren Stille“, die sie in den Landschaften Ostjapans nach der Zerstörung durch den Tsunami 2011 empfindet. Sie setzt diese Stille als Prototyp und Motiv für durch Kriege und Katastrophen zerstörte Landschaften überall in der Welt. Die Jury ist beeindruckt von dieser Arbeit, die sich elegant zwischen Tanz, Musik und bildender Kunst bewegt und wie nebenbei die großen Katastrophen der Welt streift. Um zu ihrer Ausdrucksform zu finden arbeitet Emi Miyoshi eng mit visuellen Künstler*innen oder auch Musiker*innen zusammen. Der installative Charakter ihrer Arbeit beeindruckt und öffnet spannende Welten für den Tanz. Miyoshi gelingt es in „Morinonaka“ auf beeindruckende Weise, das Thema Zerstörung zu verhandeln und dabei eine spröde, schlichte Schönheit zu entwickeln. – Jury