Artificial Intimacy

Tanz Recherche mit KI 

In ARTIFICIAL INTIMACY (AI) tritt die Tänzerin Emi Miyoshi in einen tänzerischen Dialog mit

ihrem digitalen Spiegelkörper. Herzschlag, Bewegungsdaten & Kamera-Abbild der Tänzerin

dienen als Ausgangsmaterial für eine mediale Repräsentation, die über den Projektzeitraum

von 6 Monaten fortlaufend angepasst & entwickelt wird. Zum Einsatz kommen

maschinengestützte Lernprozesse (engl. “Machine Learning”): Das System wird mit einer

Vielzahl von Daten, sogen. Trainingssets, gefüttert, um aus der Menge von Informationen

neue Verhaltensregeln abzuleiten. Die Tänzerin trainiert ihren Spiegelkörper darauf, ihr

Verhalten zu imitieren & versucht zugleich herauszufinden, wie sie das Ergebnis in Ton &

Bild beeinflussen kann. Die audiovisuelle Abstraktion repräsentiert ihre Handlungen und

Affekte. Gleichzeitig wirkt das Artefakt zurück auf sie.

Die Entwicklung der dafür notwendigen Software & die Handhabung der techn. Bauteile

übernehmen Prof. Wegner (Hochschule Offenburg) und Prof. Bisig (ZHDK Zürich).